RhB Gartenbahn | Pullman Fd - von Stefan Wyss

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Das war der Gartenbahntreff 2018.

Pullman RhB Talbotschotterwagen Fd

Die Vorbilder der Schotterwagen sind seit 1965 bei der RhB unterwegs. Ausgeliefert wurden die 10 Wagen mit den Nummern OS 8656-8665, 1970 wurde die Bezeichnung OS durch Fd ersetzt. Seit 2004 sind die Wagen mit einer komplett neuen Nummer und Bezeichnung unterwegs (Xc 9416-9425). 2010 wurden die ersten 5 Wagen dieser Serie an die MOB verkauft, die restlichen 5 sind noch bis heute für den Gleisbau im Einsatz. So konnte ich die Schotterwagen 2014 in Samedan fotografieren.

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Eigentlich ist es erstaunlich, dass diese Wagen nicht schon früher als Modell realisiert wurden. Denn die Wagen sind neben der RhB auch noch bei der FO/MGB, Brünig SBB und nun eben bei der MOB im Einsatz.

Pullman war Anfang des Jahres 2015 zum ersten Mal unter diesem Namen an der Spielwarenmesse in Nürnberg präsent und hat da nebst den Berninatriebwagen Abe 4/4 II auch die Talbotschotterwagen in verschiedenen Varianten vorgestellt. Ich habe zwar einen solchen Wagen aus einem Teilsatz von Hans-Peter Langula gebaut, da die Wagen im Vorbild aber oft mehrfach in den Zügen eingereiht sind, habe ich mir ein Pullman Dreierset bestellt. Anfangs November habe ich dieses Set nun erhalten. Der erste Eindruck der Verpackung war schon mal vielversprechend, vor allem ist die Verpackung komplett aus Karton, so kann man diese zusammenlegen und platzsparend Aufbewahren.

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Die Wagen wurden zuerst mal ausgepackt und ausgiebig begutachtet.

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Das Aussehen der Wagen war soweit gut und die Qualität scheint zu stimmen. Der Kiss-Ursprung ist bei den Wagen noch gut zu erkennen, einige Teile wie zum Beispiel die Kupplungen, die Puffer und die Achslager (an diesen wurde das 2. Federpaket noch ergänzt) sind mit den Kisswagen identisch. Die Leitungen auf der Rückseite sind direkt an dem Boden angegossen und somit nur halb dargestellt. Die Wagen sind etwas weniger detailiert, als mein selbst gebauter. Aber dies hatte ich bei den Wagen so auch erwartet. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt aus meiner Sicht.

Wie bei allen neu gekauften Modellen, habe ich natürlich auch an diesen Wagen ein paar Änderungen vorgenommen:

-Puffer ersetzt (Weissmetallteil)
-Bremsschläuche ersetzt (Weissmetallteil)
-Originalkupplungsattrappen angebracht (Weissmetallteil)
-Kuplix montiert
-Federstahl Rückstellung für Kupplung eingebaut
-Schotterladung erstellt

-schwarzes Feld hinter Revisionsdatum bis nach vorne gezogen (bei dem Wagen mit heller Lackierung)
-Pufferbohlen grau bemalt
-helles Ockerband bis nach unten gemalt (bei dem Wagen mit heller Lackierung)
-gelbe Punkte an Seite angebracht
-Bremsschläuche oker/braun bis zum Schlauchanfang bemalt
-Griffstangen an Bühnengeländer gelb bemalt

Die zusätzlich verwendet Teile sind auf dem folgenden Bild zu sehen.

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Die Anpassungen waren schnell gemacht und ungefähr im selben Umfang, wie zuletzt bei den LGB Modellen des Gak-v oder der Knickkesselwagen.

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Auf den letzten beiden Bildern ist die Kupplungsrückstellung mittels Federstahldraht zu sehen. An der Kupplungsaufhängung musste ein kleines 4mm Kunststoffplättchen angeklebt werden, damit die Aufnahme für den Federstahldraht genügend lang wurde. Auf der andern Seite wurde ein Sackloch in den Wagen gebohrt, in welches der Federstahldraht eingesteckt wurde. Ich habe 1.5mm Federstahldraht verwendet, was fast schon etwas hart ist. Da wir aber auf der Anlage keinen Radius unter R3 verbaut haben, reicht das problemlos aus. Wer gerne noch R1 fahren möchte mit den Wagen, sollte 1mm Federstahldraht verwenden, da dieser wesentlich mehr federt.

Weiter ist auf dem letzten Bild zu sehen, dass ich bei den Kupplungshaken den hinteren Teil abgeschnitten habe. Diese hängen etwas weit nach unten, weshalb sie beim Überfahren von Weichen die Schienenprofile gestreift haben. Zu Entgleisungen führte dies bei den Testfahrten nicht, jedoch habe ich diese zu Gunsten der Betriebssicherheit abgeschnitten. Dies mache ich auch bei den Wagen so, welche ich aus Teilsätzen zusammenbaue. Da ich keine LGB Entkuppler verwende, brauche ich den unteren Teil der Kupplungshaken nicht.

Zum Ende stand noch die Beladung für die Wagen auf dem Programm. Diese habe ich relativ einfach gemacht. Um die Wagen nicht unnötig schwer zu machen, habe ich eine 4mm Kunststsoffplatte zugeschnitten. Darauf wurde in der Mitte ein Stück Styropor aufgeklebt. Das ganze wurde danach grau angepinselt.
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Nachdem die Farbe getrocknet war, wurde die Kunststoffplatte in eine Kartonschachtel gelegt und mit Splitt überhäuft. In einem Becher habe ich Weissleim mit Wasser gemischt und dieses Gemisch über dem Splitt vergossen. Nach dem Austrocknen wurde der überstehende Kies am Rand entfernt.

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Schlussendlich musste ich nur noch die Platte im Wagen einsetzten und fertig war die Ladung. Nachfolgend ein paar Bilder von den fertigen Wagen:

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Am ersten Fahrtag, wo die Wagen im Einsatz standen, erwiesen sie sich als sehr Zuverlässig und liefen ohne eine Entgleisung den ganzen Tag. Auch optisch sind die Wagen ein Gewinn, ein Modell das sowohl bei historischen als auch modernen Güterzügen für Abwechslung im Zugsverband sorgt!

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Bei Interesse an den HPL Teilsätzen kontaktieren sie mich über das Kontaktformular.

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